Grähla binden

Wer meint, Ehrenamt sei nur Arbeit, war wohl noch nie mit der Seniorengruppe des SAV Böhringen unterwegs. Pünktlich traf man sich am Vereinsraum – bewaffnet mit Werkzeug,Tatendrang und einer guten Portion Humor. Die Sonne strahlte vom Himmel, als hätte sie extra für diesen Einsatz Überstunden eingelegt.
Dann hieß es: Ärmel hoch und los! Erst nach Stohweiler, anschließend weiter Richtung Hengen (vor Dicke). Vor Ort wurde nicht lange diskutiert, sondern gemacht. Hand in Hand, routiniert und erstaunlich flott verwandelte die Truppe das bereitgestellte Reisig – freundlicherweise von großzügigen Waldbesitzern überlassen – in rund 100 Grähla. Ohne diesen „Rohstofflieferdienst“ hätte die Produktion wohl eher mau ausgesehen.
Am Ende zeigte sich: Die Seniorengruppe hat nicht nur Erfahrung, sondern auch ordentlich Tempo drauf. Der wohlverdiente Abschluss? Ein zünftiges Vesper – schließlich arbeitet es sich am besten, wenn man weiß, wofür.

Euer SAV Böhringen
Jutta Brandenburg

Exkursionswanderung „Die Donau lebt“

Pünktlich um 12:00 Uhr fuhren wir mit 3 Kindern und 18 Erwachsenen am Rathaus in Böhringen zur Exkursion an die renaturierte Donau los. Die Fahrt ging über Münsingen, Zwiefalten, Upflamör nach Binzwangen, wo uns unser Donau-Wasserführer Helmut Emrich erwartete. Mit einer ausführlichen Einweisung am Info-Stand des Naturschutzgebietes erklärte uns Helmut die Entstehungsgeschichte der Donau- Renaturierung und die zwischenzeitlich bereits erfolgte, natürliche Verschiebung des Flusslaufes in den letzten 10 Jahren.
Gemütlich wanderten wir dann Donau aufwärts, wo Helmut aus seinem riesigen Wissens- und Beobachtungsschatz alles erzählte zu Pflanzen, Bäumen, Tieren. Wir sahen viele Vögel am und im Wasser, aber den Flussregenpfeifer konnten wir nicht entdecken. Aber Helmut hatte vorgesorgt, denn er hatte eine dicke Mappe voll mit folierten Bildern der verschiedenen Uferbewohner.
Interessant wurde es im abgezäunten Bereich des Donauufers. Hier waren Biber am Werk, überall angenagte und gefällte Bäume, Biberrutschen und -wege, versteinerte Baumstämme, angeschwemmte Inseln aus allen Baumaterialien, die die Donau bei Hochwasser so mitbringt. Eisvögel, Mauersegler Flussschwalben, Rostgänse, Enten und Barben. Alles was an und in der Donau lebt konnten wir bei herrlichem Wetter hautnah miterleben.
Zum Abschluss sind wir auf eine kleine Eselherde gestoßen. Diese weidet mit einer Schafherde die Weiden der Donauebene von April bis Oktober ab. Auf dem aufgeschütteten Kieshaufen, Rest des Aushubes des neuen Flussbettes, gab es noch den Gipfelschnaps auf 6 Meter über der Donau. An der einzigen Kastanie stand schon Fredy mit dem Bus (die Wanderstrecke an der Donau war nur ca. 3 km, aber dazu waren wir gute 3 Stunden unterwegs). In der Sportgaststätte an der Donaubrücke sind wir dann noch eingekehrt. Die Heimfahrt führte über Ertingen, Untermarchtal, Mundingen, Granheim Richtung Frankenhofen und über Münsingen, Seeburg wieder nach Böhringen wo wir etwa um 19:00 Uhr eintrafen.

Euer SAV Böhringen
Marianne und Johann Spitzer